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	<title>mafaldas wortspielereien</title>
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	<description>ist eine Sammlung unterschiedlichster Texte. Warum müssen diese veröffentlicht werden? Das ist eine Frage, auf die es keine Antwort gibt. Schreiben um des Schreibens willen braucht keine Plattform, aber kaum jemand schreibt und wünscht sich nicht wenigstens insgeheim, auch gelesen zu werden. Warum? Darüber lässt sich philosophieren und psychologisieren – muss man aber nicht. Es ist wie es ist und wer lesen mag, kann dies tun, wer nicht, lässt es einfach bleiben.</description>
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		<title>mafaldas wortspielereien</title>
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		<title>Für einen modernen internationalistischen Feminismus  &#8211; brauchen wir eine neue Zeitschrift?</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 13:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Politik, Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Frauen haben im Lauf der Jahrhunderte viel erreicht, Frauen müssen, möglichst in einem absehbareren Zeitraum, noch sehr viel mehr erreichen. Feminismus ist kein altmodischer Begriff, auch wenn manches Mal der Eindruck entsteht, er würde von vielen Seiten – nicht zuletzt auch von vielen Frauen – so verstanden, sondern Feminismus ist nach wie vor ein grundlegender [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=177&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen haben im Lauf der Jahrhunderte viel erreicht, Frauen müssen, möglichst in einem absehbareren Zeitraum, noch sehr viel mehr erreichen.</p>
<p>Feminismus ist kein altmodischer Begriff, auch wenn manches Mal der Eindruck entsteht, er würde von vielen Seiten – nicht zuletzt auch von vielen Frauen – so verstanden, sondern Feminismus ist nach wie vor ein grundlegender und wichtiger Aspekt in der Entwicklung einer lebenswerten, menschenwürdigen, solidarischen globalen Welt für alle Geschlechter.</p>
<p>Aber ein moderner Feminismus muss es sein, er muss über den eigenen Tellerrand sehen  und internationalistisch muss er sein.</p>
<p>Wie aber kommen wir dorthin, welche Wege können wir beschreiten? Ein naheliegender Gedanke ist da immer, eine Plattform zu schaffen, zum Gedankenaustausch, zur Entwicklung von Ideen und Visionen, zur Vernetzung und nicht zuletzt, um in der Gesellschaft wahrgenommen zu werden und gemeinsam (neue) Wege vorzubereiten und zu beschreiten.</p>
<p>Blickt man sich in der aktuellen Zeitschriftenlandschaft um, so bleibt nicht viel, das diesen Anspruch erfüllt. Eine Idee, die sich da geradezu aufdrängt ist es, etwas Neues zu entwickeln. Eine Frauenzeitschrift</p>
<ul>
<li>jenseits von Emma und Lmag -  progressiv, kritisch, unabhängig</li>
<li>eine zeitgemäße Mischung aus Courage, Ihrsinn, Lesbenstich</li>
</ul>
<p>mit Schwerpunkten wie</p>
<ul>
<li>Feminismustheorie heute</li>
<li>Frauen international (Projekte, Bewegungen überall)</li>
<li>Frauen in Literatur, darstellender und bildender Kunst</li>
<li>Frauen in Musik  und Kabarett</li>
<li>Migrantinnen / Refugees</li>
<li>Alleinerziehende Frauen</li>
<li>Frauen im Beruf, in Erwerbslosigkeit (Hartz 4)…….</li>
<li>Frauen in Politik und Gesellschaft</li>
<li>Gender /  Queer Theory</li>
<li>- &#8211; - -</li>
</ul>
<p>Vermutlich gibt es einige oder gar viele Köpfe, in denen solche Ideen ab und zu einmal auftauchen, oder in denen es sogar schon mehr als Ideen gibt? Dann sollten wir uns zusammentun, gemeinsam Ideen entwickeln und gemeinsam Wege finden, diese umzusetzen.</p>
<p>Wer also Gedanken, Meinungen oder sogar Interesse daran hat, etwas zu bewegen und in Gang zu setzen, nutzt die Kommentarfunktion oder schreibt unter oyonnax@web.de</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/177/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=177&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Damals und heute</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 15:26:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist Samstagvormittag, Zeit einmal in Ruhe beim Frühstück in der Zeitung zu lesen. Warum meine doch schon sehr erwachsenen Augen an einem Programmhinweis des städtischen Jugendzentrums hängenbleiben weiß ich nicht, aber was ich sehe kann ich kaum glauben. Übernachten im Jugendzentrum wird angekündigt. Bis hierher denke ich noch, eine gute Idee, das gefällt den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=172&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Samstagvormittag, Zeit einmal in Ruhe beim Frühstück in der Zeitung zu lesen.</p>
<p>Warum meine doch schon sehr erwachsenen Augen an einem Programmhinweis des städtischen Jugendzentrums hängenbleiben weiß ich nicht, aber was ich sehe kann ich kaum glauben. Übernachten im Jugendzentrum wird angekündigt. Bis hierher denke ich noch, eine gute Idee, das gefällt den Kids, das wird sicher lustig.</p>
<p>Von Freitag auf Samstag die Mädchen, von Samstag auf Sonntag die Jungen. Auch hier gehe ich noch mit, sind sie doch im angepeilten Alter zwischen 11 und 13 Jahren noch lieber unter sich und wenn nicht, dann ist es so stressfreier für die BetreuerInnen als bei einer gemischten Übernachtung.</p>
<p>Aber das Programmangebot lässt mich stutzen und ich lese noch einmal und noch einmal, aber auch beim drittem Versuch steht es da immer noch: Gemeinsames Kochen für die Mädchen und im Anschluss soll eine Fotostory gebastelt werden. Die Jungs machen eine Nachtwanderung und grillen.</p>
<p>Es ist nun doch schon über 40 Jahre her, dass ich nach einem kurzen Gastauftritt die Jugendgruppe meiner Kinderzeit wieder verlassen habe, weil die Mädchen singen durften, vorlesen und basteln und die Jungs machten Nachtwanderungen und Schnitzeljagd.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber es kann nicht sein. Wir haben das Jahr 2012. Vielleicht bin ich einfach in ein Zeitloch gefallen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/172/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=172&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Feminismus heute</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 18:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik, Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Gespräch mit jungen Frauen, vor allem im Umkreis der politisch linken und der Lesbenszene, wird Feminismus heute gerne mit altmodischer und überholter Lebensweise und werden Feministinnen mit verschrobenen, Latzhosen tragenden alternden &#8220;Emanzen&#8221; gleichgesetzt. Junge Frauen, die in intellektuellen oder zumindest weltoffenen Familien aufgewachsen sind, haben gelernt, ihren Kopf oben zu tragen, sich in der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=167&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gespräch mit jungen Frauen, vor allem im Umkreis der politisch linken und der Lesbenszene, wird Feminismus heute gerne mit altmodischer und überholter Lebensweise und werden Feministinnen mit verschrobenen, Latzhosen tragenden alternden &#8220;Emanzen&#8221; gleichgesetzt.<br />
Junge Frauen, die in intellektuellen oder zumindest weltoffenen Familien aufgewachsen sind, haben gelernt, ihren Kopf oben zu tragen, sich in der Gesellschaft zu behaupten und es erscheint ihnen völlig natürlich, dass ihnen alle Wege und Möglichkeiten in der Welt offen stehen. Leider haben sie allzu oft nicht gelernt, auch einmal über den Tellerrand zu blicken.</p>
<h4>Wir haben doch alles erreicht &#8211; Feminismus ist out</h4>
<p>Nicht nur die Gründe und Gegebenheiten aus denen der Feminismus und die Emanzipationsbewegung entstanden sind, nicht nur die Geschichte der Frauenbewegung sind ihnen mittlerweile aus dem Bewusstsein geraten, viel zu oft können sie auch die Rückschritte, die wir in der Gegenwart bei fast allen sozialen Errungenschaften hinnehmen (müssen?) nicht in ihrer wirklichen Bedeutung für Gegenwart und Zukunft erkennen. Vor allem aber sehen sie nicht die reale Welt außerhalb ihres eigenen Umfeldes. Nur wenige Schritte weg von der angeblich so aufgeklärten Welt junger lesbischer und/oder politisch aufgeschlossener Frauen existieren Welten, die sich kaum von denen unterscheiden, die sie als der finsteren Vergangenheit angehörend wähnen.<br />
Frauenhäuser &#8220;feiern&#8221; ihr 30jähriges Bestehen und sind heute noch immer mindestens so notwendig wie zu ihren Anfangszeiten.  Frauen sind heute zwar in der Regel berufstätig, oft aber in schlecht bezahlten Berufen oder sie erhalten gar bei gleicher Arbeit immer noch weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Und eine wirkliche Partnerschaft innerhalb von heterosexuellen Beziehungen ist nach wie vor die Ausnahme, die Doppelbelastung der Frauen auch heute noch die Regel.</p>
<h4>Blick über den eigenen Tellerrand</h4>
<p>Die Schwierigkeit des modernen Feminismus beruht auf der Spaltung innerhalb der Gesellschaft in bewusste freie, bzw. sich frei fühlende Frauen und diejenigen, die auch heute noch ein nicht gleichberechtigtes Leben als naturgegeben empfinden. Beiden gemeinsam ist das Fehlen eines geschichtlichen Bewusstseins in Bezug auf Emanzipation und soziale Bewegungen im Allgemeinen und der Frauenbewegung im Besonderen während der letzten Jahrhunderte und der Mangel an Gemeinsamkeit und Solidarität, der meist aus gegenseitigem Nicht Kennen entstanden ist. Vermeintlich emanzipierte junge Frauen haben kaum Anknüpfungspunkte mit Frauen aus anderen gesellschaftlichen oder auch ethnischen Schichten. Vor allem Migrantinnen und deren Töchter  werden  gern zu unterdrückten Opfern ausländischer Männer stilisiert, ohne dass deren Alltag und die ihnen eigenen Stärken und Schwächen überhaupt von Interesse wären. Man sollte meinen, hier würde dann zumindest die Notwendigkeit feministischer Arbeit erkannt werden, aber dazu scheint in den meisten Fällen ein solidarisches Bewusstsein zu fehlen, das die gemeinsame Basis eingeborener deutscher und Frauen mit Migrationshintergrund  und die daraus erfolgende, aktuelle Notwendigkeit einer modernen feministischen Bewegung deutlich machen würde. Noch viel weniger gesehen wird der globale Zusammenhang von Unterdrückung. Obwohl wir schon seit Jahren in einer globalisierten Welt leben, obwohl sich viele in der virtuellen Welt fast besser auskennen als in der realen, sind doch die Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten innerhalb der Weltbevölkerung meist unbekanntes Terrain. Obwohl &#8220;Diversity&#8221; in jeder Firmenphilosophie erwähnt wird, scheint sie sie doch nach wie vor ein Fremdwort zu bleiben, das die Wenigstens mit Inhalten zu füllen vermögen.</p>
<h4>Der moderne Feminismus muss internationalistisch und solidarisch sein</h4>
<p>Der moderne Feminismus muss gesellschaftlich übergreifender und er muss internationalistisch werde. Es geht nicht mehr in erster Linie um das Erkämpfen eigener Privilegien, es geht darum, diese Privilegien für alle Frauen durchzusetzen, nur dann werden sie auf Dauer auch denen, sie sie im Moment zu besitzen glauben, dauerhaft erhalten bleiben. Um dorthin zu kommen, ist es wichtig, den Blick über den eigenen Tellerrand zu lehren und zu lernen. Dabei werden wir nicht nur die Unterdrückungsmechanismen verschiedener Gesellschaftsformen und ihren Einfluss auf uns selbst entdecken, sondern wir werden die Stärken vermeintlicher Opfer erkennen und sie gemeinsam nutzbar machen können.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/167/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=167&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Frauen und Flucht</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 17:33:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik, Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Weltweit sind sehr viele Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen, um ihr Leben und ihre Freiheit zu retten. Kaum ein Land will die Flüchtlinge aufnehmen und wenn es ihnen doch gelingt irgendwo Unterschlupf zu finden, so meist nur unter großen Schwierigkeiten und unter Inkaufnahme vieler Einschränkungen an Lebensqualität. Für Frauen ist die Flucht in den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=157&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit sind sehr viele Menschen gezwungen, ihre Heimatländer zu verlassen, um ihr Leben und ihre Freiheit zu retten. Kaum ein Land will die Flüchtlinge aufnehmen und wenn es ihnen doch gelingt irgendwo Unterschlupf zu finden, so meist nur unter großen Schwierigkeiten und unter Inkaufnahme vieler Einschränkungen an Lebensqualität. Für Frauen ist die Flucht in den meisten Fällen noch schwieriger als für die Männer, da sie oft keine eigene, unabhängige ökonomische Basis haben, ja in vielen Fällen überhaupt nie gelernt haben, selbständig und ohne Beziehung zu einem Mann (zunächst zum Vater, später zum Ehemann) zu leben.</p>
<p><strong>Frauen auf der Flucht &#8211; spezifische Problematik für weibliche Flüchtlinge</strong></p>
<p>Flucht heißt also für diese Frauen zunächst einmal die Hemmschwelle zum eigenständigen Handeln zu überschreiten und sich dann, allen Widrigkeiten zum Trotz, auf den Weg zu machen. Fliehen ist eine teure Angelegenheit, auch hier haben Frauen ohne eigenes Einkommen noch schlechtere Voraussetzungen als Männer, die ja immerhin die Chance hatten, von ihrem – wenn auch oft geringen Verdienst – etwas zur Seite zu legen. Sind sie dann unterwegs, so sind die weiblichen Flüchtlinge wiederum noch mehr gefährdet, als ihre männlichen Leidensgenossen. Nicht nur die Gefahren und Schwierigkeiten der Flucht an sich müssen überstanden werden, sondern auch die immer lauernde Bedrohung, von Männern &#8211; seien es andere Flüchtlinge, oder irgendwelche Begegnungen unterwegs, oder nicht zuletzt auch die Betreuer und Beamten im Fluchtland &#8211; als Freiwild wahrgenommen zu werden.</p>
<p><strong>Diskriminierung von Ausländerinnen</strong></p>
<p>Nach erfolgreicher Flucht und der Anerkennung als Asylberechtigte bleiben Frauen immer noch Frauen und auch im „freien Westen“ ist die Gleichberechtigung noch nicht uneingeschränkt angekommen. Neben der Diskriminierung als Ausländerinnen bleibt immer auch die Diskriminierung als Frau bestehen, die Ausländerinnen gegenüber noch verstärkt zum Ausdruck kommt. Sie werden als Opfer wahrgenommen, als nicht emanzipierte Frauen eingeschätzt und als solche auch entsprechend nicht emanzipiert behandelt.</p>
<p><strong>Fluchtgründe für Frauen</strong></p>
<p>Neben all diesen besonderen Problemen weiblicher Fluchtgeschichten dürfen aber auch die <a href="http://frauenfluchtnetz.de/">spezifischen Fluchtgründe von Frauen</a> nicht vergessen werden. Auch Frauen werden aus politischen Gründen verfolgt, auch Frauen verlassen ihre Heimatländer, weil sie sich und ihre Kinder nicht ernähren können, aber für sie gibt es noch mehr Anlässe, ihrer Heimat den Rücken zu kehren.</p>
<p>Ein besonders grausamer ist die Genitalverstümmelung von Mädchen. Will eine Mutter dies ihrer Tochter ersparen, so bleibt oft kein Ausweg als die Flucht. Ein anderer Fluchtgrund ist die in vielen Ländern immer noch übliche Zwangsverheiratung von jungen Frauen oder sogar Mädchen. Will sich eine junge Frau der Verheiratung mit einem ungeliebten oder sogar unbekannten, oft wesentlich älteren, Ehemann entziehen, so bleibt meist nur die Flucht, um das eigene Leben zu retten. Wer sich der vorgeschriebenen Zwangsheteronormativität nicht unterwerfen will, wessen <a href="http://divenuntersich.phpbb6.de/">sexuelle Identität </a>nicht in die Gesellschaft passt, muss in vielen Ländern um Leib und Leben fürchten (das trifft auch homosexuelle Männer).</p>
<p><strong>Frauen auf dem Weg zur Selbstbestimmung sind starke Frauen</strong></p>
<p>Schon allein der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben, nach unabhängiger ökonomischer Lebensweise, ist in vielen Gesellschaften Grund genug, das Herkunftsland verlassen zu müssen. Und nicht zuletzt ist die Vergewaltigung von Frauen in Kriegen nach wie vor ein beliebtes Mittel, um den Feind zu demütigen. Frauen sind also auch in Kriegshandlungen doppelt gefährdet und selbst wenn der Krieg zu Ende ist, werden sie oft von ihren eigenen Leuten noch dafür bestraft, was ihnen angetan wurde.</p>
<p>Die Frauen, die letztendlich allen Schwierigkeiten und Gefahren zum Trotz ein Land gefunden haben, das sie aufnimmt, die Frauen, die bei uns ankommen, sind starke Frauen. Sie brauchen zwar unsere Unterstützung, da sie fremd sind, die Sprache zunächst nicht sprechen und mit der Infrastruktur nicht vertraut sind, aber wir dürfen dennoch in ihnen nicht nur die schwachen Opfer sehen, die von uns mit herablassendem Gutmenschentum begleitet werden. Im Gegenteil, wir können von ihrer Stärke lernen und uns gegenseitig voranbringen, wenn wir nur bereit sind, uns auf Augenhöhe zu begegnen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/157/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=157&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Geringverdiener gegen Hartz IV-Empfänger</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 17:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik, Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[In den alltäglichen Diskussionen auf der Straße, am Stammtisch oder in Internetforen tritt er immer häufiger zu Tage: Der Neid der Niedriglohn-Empfänger auf diejenigen, die, als gesellschaftliche &#8220;Schmarotzer&#8221; beschimpft, von Hartz IV leben. Und immer wieder schließen sich dem auch Arbeitende mit ganz zufriedenstellendem Verdienst an. Woher kommt der Neid? Woher kommt das? Woher diese [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=156&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den alltäglichen Diskussionen auf der Straße, am Stammtisch oder in Internetforen tritt er immer häufiger zu Tage: Der Neid der Niedriglohn-Empfänger auf diejenigen, die, als gesellschaftliche &#8220;Schmarotzer&#8221; beschimpft, von Hartz IV leben. Und immer wieder schließen sich dem auch Arbeitende mit ganz zufriedenstellendem Verdienst an.</p>
<p><strong>Woher kommt der Neid?</strong></p>
<p>Woher kommt das? <a href="http://www.sueddeutsche.de/geld/reden-wir-ueber-geld-ulrich-schneider-flachbildschirme-sind-kein-symbol-fuer-luxus-1.1003935">Woher diese Missgunst </a>gegenüber denjenigen, die ganz unten auf der gesellschaftlichen Sprossenwand angekommen sind und doch nur in Anspruch nehmen, was ihnen zusteht? Viele von ihnen haben jahrzehntelang große Summen in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt und nun, da sie selbst drauf zurückgreifen müssen, werden sie als Parasiten der Gesellschaft dargestellt? Woher kommt diese verdrehte Logik, die sich hinter der Frage verbirgt: &#8220;Warum soll ich denn arbeiten, wenn die fast genau so viel bekommen wie ich?&#8221; fragen sich diejenigen, die von morgens bis abends arbeiten und vom Verdienst doch kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können.</p>
<p>Die Frage ist mit Sicherheit berechtigt, nur, wenn man weiter bohrt ist die angestrebte Lösung, die &#8220;Hartzer&#8221; sollen weniger bekommen, viel weniger, da sie doch angeblich den ganzen Tag nur faul auf dem Sofa herumliegen. Aber stellt sich diese Frage nicht anders: Warum bekommen die <a href="http://www.texte-und-worte.de/">Arbeitenden</a> nicht anständige, ausreichende und moralisch vertretbare Löhne?</p>
<p><strong>Keine Vollbeschäftigung möglich</strong></p>
<p>Da kommt man dann ganz schnell zum Thema Mindestlohn oder zum<a href="http://grundeinkommen.de/"> Bedingungslosen Grundeinkommen</a> für alle. Aber diese logische Folgerung scheint sich meist nur ganz wenigen zu erschließen. Im Grunde ist er unverständlich, dieser Neid auf die, die doch zum größten Teil glücklich wären, Arbeit zu haben. Die ihre Tage damit verbringen, Bewerbungen zu schreiben und sich Abfuhren einzuholen. Sicher gibt es, wie überall, auch hier eine Handvoll &#8220;schwarzer Schafe&#8221;. Aber kommt es denn darauf an? Sieht man sich die Zahlen an, im Jahr 2009 lag die <a href="http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/mehr-hartz-iv-missbrauch-im-letzten-jahr-5514.php">Betrugsrate</a> bei 1,9 %, dann kann dieses Argument nicht mehr ernst genommen werden.</p>
<p>Die Arbeitsplätze reichen nicht für alle und solange es keine Vollbeschäftigung gibt, müssten doch die, die Arbeit haben, denen dankbar sein, die sie ihnen überlassen und sich mit ALG II begnügen. Aber diese Gedankengänge scheinen für die meisten unverständlich zu sein. Auch der Vorschlag, doch einfach mal zu tauschen, wenn es die anderen so viel besser haben, stößt gewöhnlich auf Empörung.</p>
<p><strong>Gewollter Konflikt zwischen Geringverdienern und Hartz IV-Empfängern</strong></p>
<p>Bei diesem ganzen Themenkomplex drängt sich immer wieder der Verdacht auf, dass die krude Logik und der Neid politisch gewollt sind und durch gewisse Medien auch ganz gezielt gefördert und angeheizt werden. Verständlich eigentlich, denn solange sich die eine Gruppe gegen die andere stellt, solange Neid und Missgunst vorherrschen, muss niemand die Solidarität fürchten, die nötig wäre, um aus diesem Staat (wieder) eine Solidargemeinschaft zu machen.</p>
<div></div>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/156/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=156&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ägypten &#8211; (k)eine Weihnachtsgeschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten, Anekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war letzte Weihnachten. Wie immer wurde unter dem Tannenbaum die Krippe aufgestellt und dieses Mal gab es von den Großeltern als Beigabe zwei Kamele. Sie machten sich gut inmitten der Krippenlandschaft, groß mit arrogantem Blick standen sie da und ließen die Schafe samt ihren Hirten, die sich wie jedes Jahr wieder um das Kind [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=131&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war letzte Weihnachten. Wie immer wurde unter dem Tannenbaum die Krippe aufgestellt und dieses Mal gab es von den Großeltern als Beigabe zwei Kamele. Sie machten sich gut inmitten der Krippenlandschaft, groß mit arrogantem Blick standen sie da und ließen die Schafe samt ihren Hirten, die sich wie jedes Jahr wieder um das Kind in der Krippe versammelt hatten, völlig verblassen.<br />
Und mit diesen Kamelen begann es. Carolina, mit ihren fünf Jahren schon alleinige Beherrscherin des gesamten Haushaltes verliebte sich hemmungslos in diese mächtigen Tiere. Stundenlang konnte sie vor der Krippenlandschaft stehen, mit den Kamelen Auge in Auge Zwiesprache halten, sie schienen ihr tausend Dinge aus ihrer Heimat zu erzählen, die Carolina tief beeindruckten, sonst aber niemandem zugänglich waren. Und abends legte sie die Kamele schlafen. Man hätte meinen sollen, sie würde ihre Lieblinge mit ins eigene Bett nehmen, aber nein, die Kamele hatten ihr wohl erzählt, dass sie sich in ihrem eigenen Zuhause am wohlsten fühlten und sich vom täglichen Zwiegespräch hier am besten erholen konnten.<br />
Weihnachten ging wie jedes Jahr vorüber und Carolina weinte bitterliche Tränen, als die Zeit kam und die Kamele in der großen Krippenpappschachtel verschwinden sollten, um hier ein Jahr lang auszuruhen.<br />
Und nun begann es. Täglich erzählte Carolina Geschichten, die ihr die Kamele erzählt hatten und diese endeten immer mit dem Satz: Ich habe meinen Freunden versprochen, ihre Familie in Ägypten zu besuchen und ihr zu berichten, dass sie es bei uns gut haben. Jeden Tag, wochenlang, monatelang: „Ich habe meinen Freunden versprochen, ihre Familie in Ägypten zu besuchen und ihr zu berichten, dass sie es bei uns gut haben“.<br />
Wen wundert es da noch, dass nichts anderes übrig blieb, als im Sommer einen Urlaub nach Ägypten zu buchen. Carolina hatte die Macht über die Familie endgültig an sich gerissen, niemand konnte ihre tägliche gebetsmühlenähnliche Beschwörung noch länger ertragen.<br />
Und so fanden wir uns denn alle in einem Flugzeug nach Ägypten, nicht um wie andere Leute ein paar erholsame Wochen am herrlichen Sandstrand zu verbringen, Pyramiden zu bestaunen oder die Wunder der Wüste zu entdecken, nein wir waren unterwegs, um der Familie von Carolinas Freunden Gutes von ihren Angehörigen zu berichten.<br />
Es kam wie es kommen musste, Carolina verbrachte ihre Tage Auge in Auge mit den Familienangehörigen unseres höckerigen Krippenpersonals und versank glücklich und zufrieden im Zwiegespräch mit ihnen. Einziger Unterschied zu Weihnachten, sie legte die Kamele abends nicht schlafen, das machten diese von ganz alleine.<br />
Aber auch dieser Urlaub in Ägypten ging zuende, es gab viele heiße Tränen und doch traten wir den Rückflug ohne Widerspruch von Seiten Carolinas an, denn sie musste ja ihren Freunden zuhause von der Verwandtschaft berichten. Still saß sie im Flugzeug, wir waren wohl dieses Mal nicht würdig, zu erfahren, welche Geschichte ihr ihre neuen Freunde in Ägypten erzählt hatten.<br />
Aber sie platzte beinahe, es war nicht zu übersehen. Ihre Botschaft an die in der Krippenpappschachtel eingelagerten Kamele musste überbracht werden, musste aus ihr raus, sonst würden wir nicht mehr glücklich werden bis das nächste Weihnachten kam.<br />
Und so kam es, dass die Krippenkamele bereits im Spätsommer ihre mitverpackten Schafe und Hirten verlassen durften und die Zeit bis Weihnachten in Carolinas Zimmer verbrachten, wo sie ihnen fast ohne Unterbrechung das erzählte, was die Angehörigen ihrer Freunde sie zu erzählen beauftragt hatten.<br />
Was für ein Glück, dass Klapperschlangen und Eisbären nichts in einer Krippenlandschaft verloren haben.</p>
<h3></h3>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/131/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=131&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Zehn Jahre kämpfende Frauen in der Bundeswehr</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik, Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitten im Kalten Krieg, mitten in der Hochzeit der Friedensbewegung, als sich mehr als eine Million Menschen im Bonner Hofgarten versammelten, um gegen die Nachrüstung zu demonstrieren und Tausende anderer sich den Pershing II Raketen in Mutlangen und anderswo in den Weg setzten und anschließend vor Gericht und teilweise im Gefängnis landeten, beschlossen einige Frauen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=128&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitten im Kalten Krieg, mitten in der Hochzeit der Friedensbewegung, als sich mehr als eine Million Menschen im Bonner Hofgarten versammelten, um gegen die Nachrüstung zu demonstrieren und Tausende anderer sich den Pershing II Raketen in Mutlangen und anderswo in den Weg setzten und anschließend vor Gericht und teilweise im Gefängnis landeten, beschlossen einige Frauen aus der Frauenbewegung, dass es an der Zeit und höchstes Zeichen der Gleichberechtigung sei, dass endlich auch die Frauen Dienst an der Waffetun dürften.</p>
<p><strong>Von Greenham Common nach Mazar El Sharif &#8211; Frauen erobern die Bundeswehr</strong></p>
<p>Ihr Durchhaltevermögen führte zum angestrebten Ziel und nach einem ersten Teilerfolg, der den Frauen 1988 den Eintritt in die Sanitäts- und Musikkorps der Bundeswehr erlaubte, dürfen, nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, Frauen in Deutschland seit dem 1. Januar 2001 nicht mehr aus den kämpfenden Einheiten ausgeschlossen werden.</p>
<p>Ist dies als ein wirklicher Erfolg für die Emanzipation der Frauen, die nie unabhängig von der Emanzipation der Menschen überhaupt und auf allen Ebenen von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik gesehen werden kann, zu werten? Frau darf jetzt, nachdem Deutschland nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr an der Heimatfront durch Abschreckung verteidigt wird, auch in den Krieg ziehen und Deutschland in Afghanistan oder anderswo in der Welt dadurch verteidigen, dass sie dort die Deutschland zustehenden Rohstoffe, die aus unerfindlichen Gründen in aller Welt lagern, sichert. Frau darf jetzt, als ultimativer Schritt der Gleichberechtigung, auch töten.</p>
<p><strong>Emanzipation um jeden Preis?</strong></p>
<p>Wie ist es dazu gekommen, dass in einer Zeit, als Frauen eigene Friedenscamps organisierten, in den damals so genannten Frauenlesben-Blocks auf Demonstrationen gegen den Krieg marschierten und sich überall Grüppchen und Aktionskomitees gründeten, von den ‚Müttern für den Frieden’ bis zu den ‚Lesben gegen Atomwaffen’, dass sich Frauen organisierten, um all ihre Kräfte in diesen Kampf für den Kriegsdienst zu investieren? Viele Frauen in der Friedensbewegung hatten in dieser Zeit das Gefühl, dass ihnen diejenigen, mit denen sie bisher zusammen für Emanzipation und Gleichberechtigung auf die Straße gegangen waren, nun in den Rücken fielen. Während die einen sich in schweren Gewissensnöten befanden, weil sie ihren Job als Schwesternhelferinnen, mit dem sich viele während des Studiums finanzierten, nur ausüben konnten, wenn sie unterschrieben, im Kriegsfall verletzte Soldaten wieder einsatzfähig zu pflegen, während wieder andere sich dafür einsetzten, dass auch die Männer gleichberechtigt nicht mehr in den Krieg ziehen sollten, engagierten sich nun plötzlich Frauen für das genaue Gegenteil. Der Krieg wurde zum Schlachtfeld für die Gleichberechtigung und die Kritik daran wurde mit dem Argument beiseite gewischt, wenn die Frauen erst einmal Kriegsdienst leisten dürften, dann hätten sie ja auch die Möglichkeit, diesen zu verweigern.</p>
<p><strong>Funktionalisierung von Frauen macht den Krieg gesellschaftsfähig</strong></p>
<p>Jetzt, zehn Jahre später zeigt ein Rückblick, dass auch mit dem „Schleifen der letzten Bastion“, wie die Frankfurter Rundschau nach dem Straßburger Urteil getitelt hatte, sich an der Gleichberechtigung in der Gesellschaft nicht allzu viel getan hat. Im Gegenteil, viele errungene Freiheiten und soziale Leistungen – nicht nur in Bezug auf die Frauen, aber diese sind nach wie vor davon meist mehr betroffen als die Männer – sind schon wieder verloren gegangen oder auf dem besten Weg dazu. Dass Frauen jetzt auch alle (immer noch mit der Ausnahme der KSK-Elitetruppe) Karrierewege innerhalb der Bundeswehr offen stehen, hat diese weder demokratischer noch weiblicher gemacht. Die hierarchische und patriarchale Welt der Armee wird durch die Anwesenheit von Frauen nach außen hin als weniger männlich, weniger zerstörerisch und demokratisch dargestellt. Frauen werden wieder einmal dazu benutzt, den schönen Schein zu wahren. Denn wo Frauen sind, kann es nicht so brutal zugehen, die moderne Armee ist nicht mehr „hart wie Kruppstahl“ und institutionell mit der Aufgabe betraut, für politische Zwecke zu töten und zu sterben. Der Kriegsdienst tritt in den Hintergrund, auch wenn er die eigentliche Aufgabe von Soldaten und Soldatinnen bleibt, denn alles außer Krieg können auch andere machen. Stattdessen wird durch die Anwesenheit der Frauen die Fassade der Bundeswehr als Arbeitgeber wie jeder andere, mit gleichen Möglichkeiten für alle, stabilisiert. Frauen werden wieder einmal in ihrer „Weiblichkeit“ funktionalisiert, um eine männlich Bastion gesellschaftsfähig zu machen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/mafaldaswortspiele.wordpress.com/128/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=128&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Katzenleben</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten, Anekdoten]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine allererste Katze war etwa einen Tag alt, als ich sie bekam. Ich hatte sie in unserem Garten in einem kleinen Nest gefunden, ganz allein, zurückgelassen von der Katzenmutter, die mit dem Rest des Wurfs weitergezogen war. Fast verhungert, aber schon ein richtiges kleines Kätzchen, war sie sofort mitten in mein Kinderherz geplatzt und ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=120&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Meine allererste Katze war etwa einen Tag alt, als ich sie bekam. Ich hatte sie in unserem Garten in einem kleinen Nest gefunden, ganz allein, zurückgelassen von der Katzenmutter, die mit dem Rest des Wurfs weitergezogen war. Fast verhungert, aber schon ein richtiges kleines Kätzchen, war sie sofort mitten in mein Kinderherz geplatzt und ich war mir sicher, sie als Ersatzkatzenmutter zu einer großen und starken Katze aufzupäppeln. Meine eigene Mutter hatte mir vorsichtig zu erklären versucht, dass verlassene Katzenkinder kranke Katzenkinder sind, die keine Chance haben, durchzukommen und darum von ihrer Mutter verlassen werden.<br />
Aber Mütter reden vieles und Kinder wissen es immer und in jedem Fall besser und so war ich mir sicher, die kleine Katze retten zu können. Mit einem Milch-Wasser-Gemisch aus einer Flasche, die zuvor bunte Liebesperlen enthalten hatte, fütterte ich das Katzenkind vorsichtig.<br />
Es blieb mir nicht länger als einen Tag und mit seinem Tod zerbrach ein Stück meines Kinderherzens.</p>
<p>Dann, viele Jahre später, kam Maunzerle. Ein kleiner schwarzer Kater aus irgendeinem ungewollten Wurf kätzischer Familienplanung. Seinen Namen bekam er nach dem kleinen Kater, der Kater Mikeschs Nachfolge angetreten hatte, aber immer einen Sprachfehler behielt und sich selbst als &#8220;Mauntscherle&#8221; bezeichnete. Maunzerle schaffte es allerdings nicht einmal bis zu einem Sprachfehler. Er ließ vieles mit sich machen, als er aber gestiefelter Kater spielen sollte schlug er zu und verfehlte nur knapp ein Kinderauge, was ihm endlich den nötigen Respekt verschaffte, der einem fast erwachsenen Kater zusteht.<br />
Irgendwann war es dann so weit, aus der kleinen schwarzen Katze war ein stattlicher Kater geworden, der im und um das Haus herum alles markierte, was er nur erreichen konnte. Hätte er es nur draußen getan, so wäre nichts weiter geschehen, aber im Haus – das brachte ihm den schweren Gang zur Kastration. Aus Sparsamkeitsgründen, oder sollte ich lieber sagen, aus Geiz, packte mein damaliger Mitbewohner den armen Kater in einen Pappkarton, nahm ihn unter den Arm und marschierte Richtung Tierheim, wo die Kastration stattfinden sollte. Aber ein Kater in Not und mit einem Instinkt für das Schicksal, das ihm bevorsteht, entwickelt ungeahnte Kräfte, und so war der Pappkarton kein Hindernis für den bedrohten Kater.<br />
Er floh am nahen Waldrand auf einen Baum und blieb dort sitzen. Da ich an der Aktion nicht beteiligt gewesen war, hoffte ich, weiterhin in seiner Gunst zu stehen und versuchte ihn vom Baum zu locken. Gute Worte erreichten lediglich, dass er weiter nach oben kletterte, eine Schüssel mit duftendem Futter brachte ihn immerhin ein paar Äste abwärts. Nach zwei Stunden, es war schon dunkel geworden, ließ ich ihm das Futter zurück und ging nach Hause.<br />
Am nächsten Tag war alles gefressen, der Kater saß auf dem Baum und wartete auf Nachschub. So ging es drei Tage, dann war der Kater nicht mehr da, als ich wiederkam.<br />
Er führte von jetzt an, hoffentlich noch sehr lange, ein freies und unabhängiges Katzenleben.</p>
<p>Dann kam Isidor. Wie der Name entstand lässt sich nicht mehr herausfinden. Isidor war ein Friedhofskater. Gemeinsam mit seinem Bruder war er ausgesetzt worden und die beiden hatten auf dem städtischen Friedhof eine neue Heimat gefunden. Zwei kleine Kater lebten hier ein freies und wildes Leben, Gesellten sich zu den Menschen, wenn ihnen danach war, blieben aber im Allgemeinen unter sich, bis ihnen ihr Bedürfnis nach menschlicher Zuwendung zum Verhängnis wurde.<br />
Immer wieder strichen Sie dem Pastor und der Trauergemeinde bei Beerdigungen, direkt am offenen Grab, um die Füße, was einige der Trauernden als pietätlos empfanden. Kann eine Katze pietätlos sein? Wohl kaum, aber ihr Schicksal war damit besiegelt, sie wurden eingefangen und ins Tierheim gebracht. Was aus Isidors Bruder wurde weiß niemand, Isidor war allein, als ich ihn aus dem Heim zu mir holte. Der kleine Kater gewöhnte sich schnell in der neuen Umgebung ein, blieb aber immer sehr unabhängig und selbständig. Nachts spielte er gerne das Spiel „Auto ärgere Dich nicht“ und erstaunlicherweise gewann er immer. Isidor saß am Rand der Durchgangsstraße vor dem Haus und wartete, bis er ein Auto erspähte. Wenn es nur noch wenige Meter entfernt von ihm war, stolzierte er hoch erhobenen Hauptes über die Straße und wartete auf der anderen Seite auf das nächste Spielzeug.<br />
Irgendwann kam er zwei Tage nicht nach Hause. Nicht ungewöhnlich für einen Kater, wenn der Frühling kommt. Aber dann kam er eine Woche lang nicht mehr und dann fehlte er einen ganzen Monat. Dafür suchte mich eine alte Frau auf. Sie wohnte nur wenige Straßen weiter und beschwerte sich, bei ihr wären plötzlich zwei Tigerkatzen. Sie hätte das erst gar nicht bemerkt, weil meist immer nur eine im Haus war. Sie müsste jetzt zwei Katzen füttern, dabei wäre eine davon doch meine. Aber was sollte ich tun? Solange sie zwei Katzen fütterte, würden zwei Katzen auch bei ihr fressen. Isidor hatte also einen Freund samt Vollpension gefunden und brauchte mich nicht mehr. Etwas konsterniert war ich schon, aber was sollte ich machen? Wenn sich eine Katze ein neues Zuhause sucht, so lässt sie sich da nicht drein reden. Aus einem Monat wurden drei, aus drei Monaten wurde ein halbes Jahr. Er kam immer mal wieder kurz zurück, um nach dem Rechten zu sehen und um zu zeigen, dass es ihm gut ging. Und dann kam er nicht mehr.<br />
Ein paar Jahre später, ich war in eine andere Stadt gezogen, tauchte er plötzlich bei den neuen Hausbewohnern wieder auf. Krank und heruntergekommen und er musste kurz darauf eingeschläfert werden.</p>
<p>Gregor Miezi, frei nach Gregor Gysi benannt, war eine Katze mit frühkindlichem Trauma. Ich weiß nicht mehr, woher sie kam, aber sie war wohl nur knapp mit dem Leben davongekommen und musste schlimme Erfahrungen mit menschlichen Füßen gemacht haben. Bewegte sich einer davon, so war Gregor Miezi auf und davon. Es dauerte lange, bis er sich einigermaßen eingewöhnt hatte, aber mehr als sein Fressen wollte er nie von mir. Er blieb ein Einzelgänger, der sich mit den Menschen nicht wirklich anfreunden konnte. Als ich wegzog, blieb er zurück und suchte sich einen neuen Dosenöffner unter denen, die nach mir kamen.</p>
<p>Dann kamen kurz nacheinander Swipp, genannt nach Oles Hund aus Astrid Lindgrens Geschichten aus Bullerbü, und etwas später Django. Swipp kam aus dem Tierheim, Django von einem Bauernhof. Ursprünglich hieß er Peterle, wir stellten fest, dass es sich eigentlich um eine Petra handelte, aber da stand Django schon fest als neuer Name und er beschwerte sich nicht.<br />
Beide klein und schüchtern schlossen sie sich zunächst aneinander an. Später gab es immer Phasen, in denen sie sich mochten und Phasen, in denen der Abstand nicht groß genug sein konnte. Django war der Unabhängigere von beiden. Er kam und ging, wie er wollte und meist ging er lieber. Nur hin und wieder hatte auch er das Bedürfnis nach Bauchkraulen und schnurrte verzückt, bis es ihm schon bald zu viel wurde und er wieder das Weite suchte. Vermutlich hatte er ein schönes Leben, soweit das aus menschlicher Perspektive über eine Katze gesagt werden kann. Er war der Herr über einige Hektar Land, besaß viele Bäume und Mauern, auf denen er sich vom Frühling bis zum späten Herbst herumtrieb und im Winter lag er im Haus hinter dem Ofen und schnurrte. Wenn er doch einmal hinaus in den Schnee musste, sah man immer ganz kurz etwas Schwarzes in die Luft hüpfen, damit es nur ja zu möglichst wenig Kontakt mit dem Schnee kam.<br />
Eines Tages lag er tot im Heu. Er war noch nicht wirklich alt, niemand wusste, was geschehen war.<br />
Swipp war die letzte. Sie besaß nun das ganze Gelände für sich allein, schloss Freundschaft mit dem Hund, dem sie sich fast mehr anschloss als früher ihrer kätzischen Genossin.<br />
Eines Nachts stand Swipp vor meinem Bett. Ich erwachte durch ein jämmerliches Katzengeschrei und erkannte auch schnell, was der Grund für dieses Elend war. Swipp hatte irgendwo ein Honigband, das als Fliegenfalle von der Decke hing, als Spielzeug gefunden und es war ihr auch gelungen, dieses einzufangen. Aber dann hatte die Fliegenfalle zurückgeschlagen und je mehr sich die Katze gegen das klebrige Band wehrte, desto mehr verfing sie sich darin. Und da stand sie nun, völlig verwickelt in den Klebstreifen und wusste sich nicht mehr zu helfen. Vorsichtig versuchte ich, das Band zu entfernen, ohne ihr weh zu tun. Vermutlich ging es nicht ganz ohne Schmerzen, aber die arme Katze ließ alles mit sich machen, Hauptsache, sie wurde befreit. Die ganze Nacht lag sie in meinem Arm und rührte sich nicht mehr von der Stelle. Und obwohl Tiere in meinem Bett gewöhnlich nichts verloren haben, konnte ich es ihr in dieser Nacht nicht abschlagen.</p>
<p>Jetzt gibt es wohl auch Swipp nicht mehr. Sie war alt und der Tierarzt hatte sie schon lange einschläfern wollen. Es ging ihr aber gut, sie fing weiterhin Mäuse, auch mit nur noch wenigen Zähnen, sie ließ sich das Futter schmecken und schnurrte wie ein kleiner Elektromotor, wenn sie ihre Streicheleinheiten einforderte. Warum also sollte sie nicht noch ein paar ruhige Monate oder Jahre genießen?<br />
Eines Tages ging sie weg. Vermutlich war ihre Zeit gekommen und sie machte sich auf den Weg in die ewigen Jagdgründe. Ob sie dort die anderen alle getroffen hat? Ob sie sich dort Geschichten erzählen und sich erinnern an ihren gemeinsamen Dosenöffner?</p>
<p>Veröffentlicht in:<br />
Inge Escher &amp; Patricia Brigl (Hrsg.):<br />
Vom Kater Murkel &amp; anderen Miezekatzen<br />
Elbverlag, Barleben 2011</p>
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		<title>Mitfahrgelegenheit</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten, Anekdoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Reise sollte um 13 Uhr in R. beginnen und nach O. führen. Ich hatte im Internet eine Mitfahrgelegenheit angeboten und nun rief mich etwa drei Stunden vor Abfahrt doch noch jemand an. Eine junge Frau, nach der Stimme zu schließen. Ich erklärte ihr, ich wohne in R., würde sie aber, da es für sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=118&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Reise sollte um 13 Uhr in R. beginnen und nach O. führen. Ich hatte im Internet eine Mitfahrgelegenheit angeboten und nun rief mich etwa drei Stunden vor Abfahrt doch noch jemand an. Eine junge Frau, nach der Stimme zu schließen. Ich erklärte ihr, ich wohne in R., würde sie aber, da es für sie und für mich geschickter war, in T. am Bahnhof abholen.<br />
„Wunderbar“, dachte ich mir, „nun hat es doch noch geklappt. Die Reise wird nicht so teuer und Umstände macht es auch keine. Da T. direkt an meiner Strecke liegt, schadet ein kleiner Umweg zum Bahnhof nichts“.<br />
So weit so gut. Ich war etwas im Verzug und kam erst mit ein paar Minuten Verspätung von zuhause weg. Von unterwegs rief ich sie an, es würde noch ein paar Minuten dauern, aber ich käme auf jeden Fall und es dauere auch nicht lange. Kein Problem, antwortete sie, sie wäre ja auch noch unterwegs und käme erst in einer halben Stunde. Nun gut, ich durfte mich nicht beschweren, war ich ja selbst zu spät. Fünf Minuten später stand ich am Bahnhof und wartete.<br />
Eine halbe Stunde wäre zu verkraften, es war ja noch früh am Nachmittag. Nach einer halben Stunde wartete ich allerdings immer noch. Nach weiteren 20 Minuten stand ich immer noch da, warum rief sie mich denn nicht an? Oder suchte sie mich, hatte ich das Auto falsch beschrieben oder gar nicht, stand ich am falschen Ende des Bahnhofs? Ich rief sie wieder an. „Ich bin gerade an der letzten Ampel vor dem Bahnhof, ich bin sofort da.“ An der letzten Ampel? Sie kam gar nicht mit dem Zug? Warum hatte sie mich dann unbedingt am Bahnhof treffen wollen, es hätte auch bessere Orte gegeben. Zu spät, es war ja auch meine Schuld, hatte ich doch zu wenig intensiv nachgefragt. Ich wartete wieder. Noch einmal 20 Minuten &#8211; langsam wurde ich ärgerlich. Wir hatten immerhin mindestens fünf Stunden Fahrt vor uns und wenn wir zu spät loskamen, erwischten wir mit Sicherheit auch noch rund um Frankfurt den Feierabendverkehr.<br />
Also gut, noch einmal anrufen: „Wo, verdammt noch mal (das verdammt noch mal dachte ich allerdings nur, wir mussten ja schließlich noch einige Stunden gemeinsam in einem kleinen Auto verbringen), bist du denn?“<br />
Sie stehe am Bahnhof und warte auf mich, könne mich aber nirgends sehen. Da drängte sich mir ein böser Verdacht auf. War sie etwa an einem anderen Bahnhof, als ich? Sie war. „Himmeldonnerwetternochmal (auch dies gerade noch mal verschluckt), ich komme.“<br />
So fuhr ich also zurück nach R., wo ich gestartet war, zum Bahnhof. „Du hattest doch gesagt, du wohnst in R., da wollte ich keine Umstände machen und bin direkt hierher gefahren“. Ein Schreikrampf meinerseits war nur noch mit Mühe zu unterdrücken. Aber was sollte ich tun. Da stand sie, unschuldig lächelnd, keine junge Frau, sondern ein Teenager. Ich konnte sie doch nicht einfach stehen lassen. Und die verlorenen gefühlten vier Stunden würde es mir auch nicht zurückbringen.<br />
Kaum im Auto, begann sie ihre Zigaretten auszupacken, wagte dann aber doch nicht zu Rauchen, sondern fing an zu erzählen. Eine Stunde später wusste ich praktisch alles, was es über sie zu wissen gab, Dinge, die mich nicht wirklich interessierten, aber sie war nicht zu bremsen. Ich tat so, als hörte ich zu, sagte hin und wieder „ja“, „achso“, „aber klar“ und betete, dass sie irgendwann ermüden würde, denn meine Geduld neigte sich dem Ende zu. Und meine Gebete wurden erhört. Ihr Handy klingelte und sie war fortan beschäftigt mit telefonieren.<br />
Auf eine Diskussion über den Ort, an welchem sie wünschte abgesetzt zu werden, ließ ich mich nicht ein. Jetzt bestimmte ich und sie telefonierte noch einmal ausgiebig, wie sie sich dort abholen lassen könnte. Mein Ton hatte sie wohl etwas eingeschüchtert und letztendlich waren wir beide froh, als unsere gemeinsame Fahrt zu ende war. Vermutlich würden wir uns nie mehr treffen, was mich nicht traurig stimmte.<br />
Und dann war sie weg, eine gelbe Handysocke ließ sie mir zurück.</p>
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		<title>Die Reise</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 16:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mafaldamarimba</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten, Anekdoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Sobald es dunkel wurde versammelten sie sich am Fluss. Die Gestrandeten, die Überflüssigen, die Unerwünschten. Sie wärmten sich am Feuer und rieben sich die Hände über den Flammen. Und sie erzählten von ihren Reisen, die so unterschiedlich waren wie die verwitterten Gestalten selber, die im flackernden Licht fast gespensterhaft wirkten. Da war der alte Berber, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=mafaldaswortspiele.wordpress.com&amp;blog=27351598&amp;post=112&amp;subd=mafaldaswortspiele&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sobald es dunkel wurde versammelten sie sich am Fluss. Die Gestrandeten, die Überflüssigen, die Unerwünschten. Sie wärmten sich am Feuer und rieben sich die Hände über den Flammen. Und sie erzählten von ihren Reisen, die so unterschiedlich waren wie die verwitterten Gestalten selber, die im flackernden Licht fast gespensterhaft wirkten.<br />
Da war der alte Berber, der eigentlich längst in Rente sein sollte. Aber Berber kennen keine Rente und so würde er immer weiter reisen. Die kühlen Nächte machten ihm klar, dass es bald wieder an der Zeit war, Richtung Süden zu ziehen. Er würde seine Runden drehen, bis eines Tages eine ganz andere Reise beginnen würde.<br />
Neben ihm die schmächtige 15jährige Punkerin mit dem tapsigen Hundekind. Mit 13 Jahren hatte sie ihre Reise begonnen. Noch nicht stark genug, sich zu wehren, hatte sie dennoch beschlossen,. dass es genug sei und sich auf den Weg gemacht. Keine große Reise in Schritten gemessen, aber riesig, was die Entfernung vom alten Leben betraf.<br />
Dann der Transsexuelle. Als Mädchen geboren und doch zeitlebens eher Mann gewesen. Nirgends dazugehörig, immer am falschen Platz, hatte er sich eines Tages aus der Welt der Frauen davongemacht und doch die Welt der Männer nicht erreicht. Seine Reise würde erst enden, wenn er erkannt haben würde, dass man nicht einteilen konnte in Männer und Frauen, dass man sich nicht zugehörig fühlen konnte zu genormten Figuren, die kein eigenes Leben hatten. Aber davon war er noch weit entfernt, er würde noch lange reisen und suchen müssen, um anstatt einer Frau oder eines Mannes sich selbst zu finden.<br />
Zwischen ihnen die kräftige schwarze Frau, früher als Soldatin über Berge und durch Täler gezogen, um zu töten. Dann als sie nicht mehr töten , aber auch nicht selbst Opfer werden wollte, musste sie die Reise ins Leben antreten. Auch auf dieser Reise, zu Fuß durch die Wüste und im morschen Schiff über das Meer, begleitete sie der Tod. Jetzt war sie gestrandet, dem Tod davongelaufen, aber auch sie noch nicht im Leben angekommen. Zu viele Erinnerungen waren noch in ihr und hielten sie gefangen in der Vergangenheit.</p>
<p>Dann und wann stellten sich frisch gewaschene, sauber gekleidete und gut genährte Zuhörer dazwischen. Man wusste nicht, waren sie kurz davor ihre eigene Reise zu beginnen und suchten nach erfahrenen Begleitern oder trieb sie nur die Neugier ans Feuer, so als wollten sie einmal durch das kleine Guckloch ihrer Sicherheit ins Abenteuer sehen ohne irgendetwas zu riskieren.<br />
So versammelten sie sich Abend für Abend am Fluss, der sie mit seinem ruhigen Dahinfließen im abendlichen Feuerschein glauben machte, am Ziel ihrer Reise angekommen zu sein. Und manchmal gaben sie sich dem Anschein hin, glaubten eine Nacht lang, wirklich angekommen zu sein, und spürten doch spätestens beim Aufgehen der Sonne, dass sie sich getäuscht hatten. Dass die Reise noch lange nicht zuende war, vielleicht niemals enden würde.</p>
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